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Robert Möslein - Andreas Scharf - Bernd Schubert Odor Profile Descriptive Analysis (OPDA): Ein neues Verfahren zur Beschreibung komplexer Düfte. - theoretische Grundlagen -
Zusammenfassung
Bei einer Vielzahl von Produkten beeinflusst der Geruch entscheidend die Präferenzwirkung bei den Nachfragern und damit letztendlich auch die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte auf dem Absatzmarkt. Während klassische Konsumententests fundierte Informationen über die Akzeptanz verschiedener Produktdüfte liefern, gehen die Anforderungen der Produktentwicklung zur erfolgreichen olfaktorischen Produktoptimierung einen Schritt weiter: Benötigt werden handlungsorientierte Wahrnehmungsdaten, d.h. exakte Beschreibungen, wie bestimmte Gerüche wahrgenommen werden.
Hier setzt die Deskriptive Analyse als ein Verfahren der Sensorischen Produktforschung an. Seit Mitte des letzten Jahrhunderts wurden zahlreiche Methoden entwickelt, die alle ein Ziel verfolgen – die objektivierte, detaillierte Beschreibung der menschlichen Wahrnehmung von Produkten. Im Mittelpunkt dieser wissenschaftlich validierten Verfahren stehen jedoch Nahrungs- und Genussmittel. Für Produkte, bei denen die olfaktorische Wahrnehmung von besonderem Interesse ist, liegen erst wenige Referenzstudien vor.
Dieser Beitrag skizziert die Besonderheiten der menschlichen Geruchswahrnehmung und überprüft die Anwendbarkeit der wichtigsten Verfahren der Deskriptiven Analyse zur Gewinnung valider olfaktorischer Wahrnehmungsdaten. Ausgehend von den mit der Wahrnehmung komplexer Gerüche verbundenen „Kernproblemen“ wird mit der „Odor Profile Descriptive Analysis“ (OPDA) ein neuer Ansatz zur systematischen Ermittlung von Geruchsprofilen vorgestellt Der Ansatz trägt den mit der olfaktorischen Wahrnehmung verbundenen Problemen angemessen Rechnung und liefert somit der Produktentwicklung wertvolle Informationen für die olfaktorische Produktoptimierung.
Inhalt
1. Einleitung 2. Bedeutung der Deskriptiven Analyse von Düften 3. Funktion und Bedeutung der olfaktorischen Wahrnehmung 3.1. Funktionsweise der menschlichen Nase 3.2. Bedeutung der olfaktorischen Wahrnehmung 3.3. Besonderheiten olfaktorischer Wahrnehmungsprozesse 3.3.1. Das „Klassifikationsproblem“ 3.3.2. Das „Identifikationsproblem“ 3.3.3. Das „Intensitätsproblem“ 4. Anwendungsmöglichkeiten „klassischer“ Verfahren der Deskriptiven Analyse zur Beschreibung komplexer Gerüche 5. Odour Profiling Descriptive Analysis (OPDA) 5.1. Erfassung von Produktähnlichkeiten anstatt von Eigenschaftsintensitäten 5.2. Auswahl geeigneter Panelisten 5.3. Schulung der Panelisten 5.3.1. Bedeutung der Schulungsphase 5.3.2. Festlegung der Deskriptoren und Referenzreize 5.3.3. Skalentraining 5.4. Erhebung der Ähnlichkeitsdaten 5.5. Auswertung der Ähnlichkeitsdaten 6. Resümee Literaturverzeichnis
Autoren:
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Dipl.-Kfm. (FH) Robert Möslein ist Projektleiter für Sensorische Produktforschung am Institut für Sensorikforschung und Innovationsberatung GmbH in Göttingen sowie Dozent für Marktforschung an der Hochschule Harz
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Prof. Dr. Andreas Scharf lehrt Betriebswirtschaft und Marketing an der Fachhochschule Nordhausen und ist wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Sensorikforschung und Innovationsberatung GmbH in Göttingen
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Prof. Dr. Bernd Schubert lehrt Betriebswirtschaftslehre und Marketing an der Hochschule Harz in Wernigerode und ist wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Sensorikforschung und Innovationsberatung GmbH, Göttingen
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